Nur eine vollständige Impfung bietet einen sicheren Schutz

Nur eine vollständige Impfung bietet einen sicheren Schutz

Es ist wichtig zu wissen, dass ein sicherer Impfschutz erst dann besteht, wenn alle Teilimpfungen in den vorgegebenen Zeitabständen durchgeführt wurden. Bei den meisten Säuglingen wird zwar mit einer Grundimmunisierung begonnen, oft werden dann aber die Folgetermine nicht eingehalten. Ein Grund hierfür liegt darin, dass beispielsweise bei einfachen Infekten mit Schnupfen oder Husten die Impfung verschoben wird und sie dann unter Umständen zu spät nachgeholt oder sogar ganz vergessen wird. Hierzu sollten Eltern wissen, dass Kinder mit geringfügigen Infekten, auch wenn sie leichtes Fieber haben, geimpft werden dürfen.

Kinderfusshand

Einige Eltern glauben, ihr Kind sei durch den sogenannten Nestschutz ausreichend vor Krankheiten geschützt und sie könnten ihr Kind deshalb später impfen lassen. Dieser Schutz des Kindes durch Antikörper der Mutter, die am Ende der Schwangerschaft auf das Kind übertragen werden, baut sich jedoch schon bis zum Ende des ersten Lebenshalbjahres ab. Zudem existiert er nur für Erkrankungen, welche die Mutter selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Bei Keuchhusten existiert kein Nestschutz. Das Schema ist daher so gewählt, dass der Impfschutz zu dem Zeitpunkt sicher aufgebaut ist, an dem der übertragene Schutz der mütterlichen Antikörper durch deren Abbau im Körper des Kindes endet.

Das Immunsystem ist bei Neugeborenen soweit ausgereift, dass eine Impfung jederzeit möglich wäre. So werden Frühgeborene nach ihrem Alter nach Geburt geimpft, also oft zum errechneten Geburtstermin.
Da Impfungen zudem von Säuglingen oft schneller vergessen werden, als von älteren Kindern, gibt es keinen Grund, der für einen späteren Beginn der Impfungen spräche. Die Verträglichkeit wäre nicht besser, es entstünde aber eine gefährliche Lücke, in dem das Kind nicht geschützt ist.

Der rechtzeitige Beginn der Grundimmunisierung ist also wichtig, damit vor allem bei den besonders gefährdeten Säuglingen und Kleinkindern möglichst früh ein Impfschutz aufgebaut werden kann.

Von Diphterie bis Röteln: Die STIKO am Robert-Koch-Institut, die sich aus namhaften Immunologen zusammensetzt, gibt jedes Jahr eine aktualisierte Impfempfehlung für Kinder heraus. Hier finden Sie Informationen zu den Krankheiten. Für alle unten aufgeführten Impfungen übernehmen die gesetzlichen und privaten Kassen die Kosten.